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Plastikmüll in Ozeanen

Plastikmüll in Ozeanen

(2014) Laut Angaben der UN hat die Entsorgung von Plastikabfällen in den Weltmeeren katastrophale Ausmaße angenommen, allein die Tatsache, dass hierdurch ein finanzieller Schaden von jährlich 13 Milliarden US-Dollar entsteht, sollte uns allen zu denken geben. Wasser ist das Lebenselixier, denn nicht nur die Menschheit, sondern vor allem unzählige Meeresbewohner sind von diesen Ausmaßen weitaus mehr betroffen, als ursprünglich angenommen. Wir alle sind dazu aufgerufen zu handeln und nicht erst Morgen oder übermorgen, sondern umgehend, denn ansonsten wird die Menschheit alsbald die verheerenden Konsequenzen hierfür verantworten müssen.
Die Weltmeere als riesige Müllkippe! Zur Eröffnung der Umweltkonferenz im kenianischen Nairobi richtete das UN-Umweltprogramm Unep vertreten durch Unep-Chef Achim Steiner eine klar und deutliche Botschaft an alle Teilnehmer dieser Veranstaltung. Diese wurde mit den Worten: Reduzierung, Wiederverwendung und Recycling mehr als deutlich begründet, denn wir müssen endlich damit aufhören die Ozeane als Sammelbecken für den Plastikabfall der ganzen Welt zu betrachten. Allein mit der weitreichenden Suche nach Vermissten Passagieren des Flugzeugabsturzes von Flug MH370 wurde dieses verheerende Umweltproblem erschreckend sichtbar präsentiert. Das mysteriöse Verschwinden der verschollenen Passagiermaschine von Malaysia Airlines zeigte deutlich, vor welchem Problem die Menschheit steht. Wieso, ganz einfach, denn vermeintlich herumschwimmende Gegenstände, welche schlichtweg als persönliche Gepäckstücke oder Überreste der Passagiermaschine gehalten wurden, entpuppten sich im Nachhinein als Plastikabfälle oder sonstiger Müll. Damit hatten sich die Befürchtungen zahlreicher Experten darunter die Unep bewahrheitet, denn unsere Weltmeere ertrinken sprichwörtlich im Müll.

Experten der Unep warnen ausdrücklich vor katastrophalen Ausmaßen!

Die ausgesprochenen Warnungen der Unep Experten waren mehr als deutlich, denn eindeutige Statistiken belegen, dass erhöhtes Fischsterben darunter Delfine und Wale, welche sich zum Teil in den Unmengen von Plastikabfällen verheddern hat, verheerende Ausmaße angenommen. So werden in naher Zukunft einige seltene Fischarten oder andere Meeresbewohner allenfalls in Naturkunde- oder Meereskunde Museen zu bewundern sein, als in freier Wildbahn. Selbst für den Treibhauseffekt lebensnotwendige Korallenriffe sind hierdurch erheblich gefährdet und zum Teil bereits mit schweren Schädigungen belastet. Auch am Polarkreis lassen sich die gravierenden Ausmaße von Plastikmüll in den Weltmeeren feststellen, denn selbst im Polareis sind kleinste Plastikteilchen vorzufinden, die sich dort regelrecht festgesetzt haben. Mal gänzlich abgesehen von den wirtschaftlichen Auswirkungen wurde vonseiten der Unep ein Bericht vorgelegt, welcher auch Erkenntnisse zu den Verschmutzungen von Stränden weltweit durch Plastikmüll nachgewiesen. Begünstigt durch die Strömungen der Ozeane wird ein Großteil des Plastikmülls zu riesigen Müllbergen regelrecht zusammengeschoben. Doch die eigentliche Gefahr für unzählige Meeresbewohner lauert insbesondere in den kleineren Plastikpartikeln, welche von diesen unweigerlich als vermeintliche Nahrung aufgenommen werden. Qualvoll verendete Schildkröten, Fische oder Meeresvögel sind die Quittung dieser Umweltverschmutzungen der Weltmeere. Doch es kommt noch weitaus schlimmer!

Plastikmüll aus den Weltmeeren – als chemische Bestandteile in unserer Nahrung!

Kleinste Mikropartikel aus alltäglichen Produkten wie Zahnpasta, Duschgel oder Reinigungscremes gelangen unweigerlich über das Abwassersystem in die Weltmeere. Hierbei legen die verunreinigten Partikel begünstigt durch die Strömungen der Ozeane über große Entfernungen transportiert. Als vermeintliche Nahrungsquelle werden diese dann von Meeresbewohnern insbesondere Fischen aufgenommen und gelangen somit letztendlich als chemische Bestandteile auf unserer Speisekarte. Jetzt könnte einem sprichwörtlich der Appetit vergehen, doch wir alle haben einen nicht unwesentlichen Anteil an dieser verheerenden Umweltverschmutzung durch Plastikabfälle in den Weltmeeren. Allein in der heimischen Nordsee sollen sich nach Angaben von Experten bis zu 300.000 Tonnen Plastikabfälle auf dem Meeresboden abgelagert haben, was neben dem sichtbar treibenden Plastikmüll ein zusätzliches Problem darstellt. Damit wir auch in ferner Zukunft nicht auf kulinarische Köstlichkeiten aus den Weltmeeren verzichten müssen, liegt es einzig und allein in unserer aller Verantwortung umgehend zu handeln.

Der Pazifik – weltweit größte Mülldeponie!

Nahezu alle Weltmeere sind von unzähligen Mengen an Plastikmüll betroffen, doch im sogenannten „Great Pacific Garbage Patch“ im Nord-Pazifik lauert die größte Gefahr, denn hier wurden von Experten zum Teil gigantische Müllberge gesichtet, welche einer Größe von ganz Mitteleuropa entsprechen. Allein die Bezeichnung „Müllteppich“ ist einfach haarsträubend und beängstigend zugleich, denn Satellitenaufnahmen lieferten Bilder von regelrechten Müll-Inseln. Das eigentliche Problem besteht darin, dass es sich hierbei vorwiegend um Ansammlungen kleinerer schwimmender Partikel handelt, wodurch der Kampf gegen dieses gigantischen Müllablagerungen noch zusätzlich erschwert wird. Hierbei werden die Müllkonzentrationen im Pazifik noch von atmosphärischen Bedingungen wie zum Beispiel Meeresströmungen begünstigt, was laut Experten eine flächendeckende Reinigung nahezu unmöglich macht. Vielleicht könnte ja das vielversprechende Ocean Cleanup Project wertvolle Unterstützung bieten, doch bis dieses entscheidend eingreifen kann, wird noch einige Zeit vergehen. Plastik ein wesentlicher Betstandteil unserer modernen Wirtschaft besitzt neben zahlreichen positiven Aspekten auch erhebliche Nachteile, denn die Beschaffenheit erlaubt es nur äußerst bedingt dieses Abfallprodukt auf biologische Weise abzubauen. Selbst für den Fall der Fälle, dass auf die Verwendung von Plastik gänzlich verzichtet werden würde, bleibt das eigentliche Problem dennoch bestehen. Der Appell der Unep auf der Umweltkonferenz in Nairobi war somit mehr als deutlich, denn Unternehmen sollen genauer auf ihren ökologischen Fingerabdruck achten!